Christina Keiler: Erste Frau von Roland Kaiser und ihr Leben heute

Die erste Ehefrau des Schlagerstar Roland Kaiser hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Wer sie ist, was über ihre Ehe bekannt ist, und wo sie heute lebt.


Seit Jahrzehnten gibt Christina Keiler kein einziges Interview. Trotzdem taucht ihr Name regelmäßig auf, weil sie zehn Jahre an der Seite von Roland Kaiser verbrachte, danach eine eigene Karriere aufbaute, und schließlich ein Leben führt, das kaum jemand mit ihr in Verbindung bringt. Was über sie bekannt ist, lässt sich aus öffentlichen Dokumenten, Archivmaterial und den Aussagen anderer rekonstruieren.



1980: Heirat im Jahr von „Santa Maria“

Roland Kaiser und Christina Keiler heirateten 1980, in dem Jahr, in dem seine Single „Santa Maria“ die deutschen Charts fünf Wochen lang anführte, in Belgien und den Niederlanden ebenfalls auf Platz eins stand, und Kaiser schlagartig zum Superstar wurde.

Drei Jahre nach der Hochzeit öffnete das Paar seine Berliner Wohnung für eine Homestory. Fotograf Rolf Hayo hielt 1983 Aufnahmen fest, die heute im Archiv von Bridgeman Images liegen: Die beiden auf der Couch, ein schlichtes Wohnzimmer, kein inszenierter Glamour.

Die Ehe hielt zehn Jahre und blieb kinderlos. 1990 folgte die Scheidung.


Das Ende der Ehe und Kaisers Geständnis

Warum die Ehe zerbrach, wurde lange nicht öffentlich. In seiner 2021 erschienenen Autobiografie „Sonnenseite“ sprach Roland Kaiser selbst erstmals klar darüber:

„Ich war ein Mistkerl und ging fremd.“

In einem Interview mit Spot on News sagte er ausführlicher: „Bei meiner ersten Ehe war ich einfach noch zu neugierig auf andere Frauen und ging oft fremd.“ In der NDR Talkshow 2022 zog er ein härteres Fazit: „In den 80ern war ich schwer kritisierbar und offen gesagt auch ein kleines Arschloch.“

Christina Keiler hat sich dazu öffentlich nie geäußert. Weder nach der Scheidung noch nach dem Erscheinen der Autobiografie.


Schauspielerin, Managerin, eigene Identität

Nach der Trennung von Roland Kaiser verfolgte Christina Keiler ihre eigene Karriere vor und hinter der Kamera. Laut IMDb ist sie in drei Produktionen gelistet:

  • Gastauftritt in der ZDF-Serie Freunde fürs Leben (1992)
  • Die Schule am See (1997)
  • Die Johannes B. Kerner Show (1998)

Den Hauptcast von Freunde fürs Leben bildeten sie dabei nicht, das bestätigt die vollständige Besetzungsliste auf fernsehserien.de. Ihr Auftritt war ein Gastauftritt. Trotzdem wurde die Serie zum entscheidenden Wendepunkt in ihrem Leben, nicht wegen der Rolle, sondern wegen der Begegnung, die dort stattfand.


Michael Lesch: Vom Set in ein gemeinsames Leben

Michael Lesch, geboren am 18. Oktober 1956 in Solingen, war von 1992 bis 1997 als Dr. Stefan Junginger einer der Hauptdarsteller von Freunde fürs Leben. Er hatte am Zinner Studio in München ausgebildet und war danach am Staatstheater Karlsruhe engagiert. Seine weiteren bekannten Rollen: Ein Heim für Tiere (1985 bis 1991), Edgar Reitz‘ Heimat (1984) und Der Fahnder (1997 bis 2000).

Deutsche Wikipedia bestätigt: Christina Keiler und Michael Lesch lernten sich 1991 kennen, noch vor Drehbeginn der Serie. Getty-Images-Archivaufnahmen aus dem Jahr 1994 zeigen sie gemeinsam beim Ottifanten Cup, die Bildunterschrift nennt sie seine „Freundin“. In späteren 1990er-Jahren lauten die Beschriftungen bereits „Lebensgefährtin und Managerin“. Sie übernahm aktiv die Karrierebetreuung von Michael Lesch in den aktivsten Jahren seines Berufslebens.

Im Dezember 2000 heirateten die beiden. Christina brachte eine Tochter aus einer früheren Beziehung mit in die Ehe.


Morbus Hodgkin und die Entscheidung zu bleiben

1999 wurde bei Michael Lesch Morbus Hodgkin diagnostiziert, eine Form von Lymphdrüsenkrebs. Er unterzog sich acht Chemotherapien. Christina Keiler blieb durch die gesamte Behandlung an seiner Seite.

Den 1. November 2000, den Tag der Heilung, feiert er seitdem als zweiten Geburtstag. Danach sagte er in der Zeitschrift Liebenswert:

„Ohne meine Frau würde ich nicht mehr leben.“

2002 veröffentlichte er gemeinsam mit Helmut-Maria Glogger das Buch „Ein Jahr Hölle. So besiegte ich den Krebs.“ In einem Gala-Interview zog er später Bilanz: „Nach meiner Krebserfahrung habe ich erkannt, dass es im Leben wichtigere Dinge gibt als Glamour und Partys.“

Seit 2003 engagiert sich Lesch im Eagles Charity Golf Club für Krebspatienten.


Phuket: Ein Leben im Naturschutzgebiet

2017 verließen Christina Keiler und Michael Lesch Deutschland. Seitdem leben sie in Phuket, Thailand, in einem weißen Haus mit Pool, mitten in einem Naturschutzgebiet. In einem Bild-Interview 2023 beschrieb Lesch ihr Leben dort:

„Wir wohnen mitten im Naturschutzgebiet. Umgeben von Hühnern, Ziegen, Kühen und Pferden. Vorm Haus wachsen Gummibäume. Wir fühlen uns hier pudelwohl, brauchen keine Tür abzuschließen.“

Leschs letzter Fernsehauftritt war im selben Jahr der Auswanderung, in einer Folge von Hubert und Staller. Seitdem hat er keine neue Rolle angenommen. Berichte des Kölner Express erwähnten Pläne des Paares, auf der Insel ein Golf-Resort zu eröffnen. Der aktuelle Stand dieser Pläne ist nicht öffentlich bekannt.

Christina Keiler kommt in diesen Interviews vor, aber ausschließlich als Hintergrund. Nie als eigene Stimme.


Wer sich durch die Geschichte von Christina Keiler liest, findet mehr als den Namen einer Ex-Frau. Eine Ehe, die Kaiser selbst als sein Verschulden einräumte. Eine eigenständige Karriere, die zwischen den großen Schlagzeilen kaum sichtbar wurde. Einen Moment, in dem sie blieb, als es darauf ankam. Und ein Leben, das sie heute weit weg von allem führt, was einmal damit verknüpft war. Dass sie sich selbst dazu nie geäußert hat, gehört seit Jahrzehnten zu den wenigen Konstanten in ihrer Geschichte.

Eric Kuster
Eric Kusterhttps://infozentral.de/
Eric Kuster schreibt seit 2015 über Politik, Promis, Sport und Gesellschaft. Er arbeitete für die Münchner Abendzeitung und mehrere Online-Portale, wo er Bundestagsdebatten, Promi-Skandale, Fußball-Transfers und Gerichtsverfahren abdeckte. Kuster berichtete aus dem Bundestag, interviewte Bundesliga-Spieler und recherchierte zu Steuerhinterziehungsfällen deutscher Prominenter. In Köln aufgewachsen, zog er 2019 nach Berlin, um näher am politischen Geschehen zu sein. Er verfolgt Entertainment-News genauso wie Migrations- und Technologiethemen. Im Februar 2026 gründete er Info Zentral, weil ihm Schnelligkeit ohne Oberflächlichkeit wichtig ist. Kuster hat Politikwissenschaft studiert, aber das meiste lernte er in Redaktionen.

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