Silva Kapitanova – Wer ist die Bulgarin an Schweinsteigers Seite?

Im Juni 2025 gingen Fotos eines Mannes und einer blonden Frau an einem Strand in Mallorca durch alle deutschsprachigen Medien. Der Mann war Bastian Schweinsteiger. Die Frau kannte bis dahin fast niemand: Silva Kapitanova.



Wer ist Silva Kapitanova?

Die Bulgarin lebt seit Jahren auf Mallorca, ist Mutter zweier Söhne und war in Fitness-Kreisen als Autorin eines Trainingsprogramms für Mütter nach der Schwangerschaft bekannt. Öffentlich ist sie sonst kaum in Erscheinung getreten. Ihr Instagram-Konto ist privat, Interviews hat sie nie gegeben, und ein Statement zu den Ereignissen seit Sommer 2025 sucht man bis heute vergeblich.

Ein Punkt, der in vielen Medienberichten als erklärend hervorgehoben wird: Silva Kapitanova spricht fließend Deutsch.


Erste Ehe auf Mallorca: Markus Ferragut und eine turbulente Scheidung

Bevor Schweinsteigers Name auftauchte, war Kapitanova mit Markus Ferragut verheiratet, einem Unternehmer aus einer der kulturell einflussreichsten Familien Mallorcas. Ferraguts Großvater gründete das Auditorium de Palma de Mallorca, und Markus sowie sein Bruder Juan organisieren bis heute internationale Veranstaltungen auf der Insel.

Die Ehe zerbrach unter belastenden Umständen. Nach Berichten aus bulgarischen und mazedonischen Medien hatte Kapitanova während der Ehe eine rund sechsmonatige Beziehung mit einem spanischen Tänzer namens Carlos S., den sie in einem Nachtclub kennengelernt hatte. Als die Verbindung endete, zeigte Kapitanova den Mann wegen Bedrohung und Belästigung an. Das Verfahren wurde mangels Beweise eingestellt. Daraufhin sah sie sich selbst mit Gegenanzeigen wegen versuchter Erpressung konfrontiert, auch diese kamen nicht zur Verurteilung.

Nach der Scheidung blieben die beiden Söhne bei Ferragut in Mallorca. Kapitanova verließ Spanien für eine Zeit.

Ferragut äußerte sich später gegenüber Vertrauten, seine Aussagen gelangten in bulgarische Medien. Sein Vorwurf: Während er die Kinder betreut habe, habe sie unter dem Vorwand von Tanzstunden oder Fitnesstraining andere Männer getroffen. „Während ich zu Hause die Kinder hütete, hatte sie ganz andere Prioritäten“, soll er in diesem Zusammenhang gesagt haben.


Das Schultor als Wendepunkt

Wie Kapitanova und Schweinsteiger zusammenkamen, schildern mehrere serbische und deutsche Medien übereinstimmend: Im noblen Mallorquinischen Stadtviertel Son Vida besuchten Silvas Söhne dieselbe Schule wie Schweinsteigers ältere Kinder mit Ana Ivanovic. Man kannte sich vom Schultor.

Die serbische Tageszeitung Kurir, die eigene Reporter nach Mallorca entsandte und dort mit Mitarbeitern und Nachbarn sprach, berichtete: Das Verhältnis soll über Monate gelaufen sein, bevor Ivanovic davon erfuhr. Ein Mitarbeiter aus dem gemeinsamen Haushalt schilderte, Ivanovic habe Schweinsteiger nach Bekanntwerden der Affäre sofort aus dem Haus gewiesen. Schweinsteiger widersprach nicht und zog aus.

Was für Ivanovic besonders schmerzhaft war: Silva Kapitanova war ihr keine Unbekannte. Man hatte sich gesehen.


Die Fotos, die Scheidung und was folgte

Im Juni 2025 erschienen die Strand-Bilder aus Mallorca. Kurz darauf kamen Aufnahmen aus einem Luxusresort in Griechenland, die das Paar offen zärtlich zeigten. Im Juli 2025 bestätigte Ivanovic die Trennung über ihren Anwalt Christian Schertz gegenüber der Bild-Zeitung mit dem Verweis auf „unüberbrückbare Differenzen“.

Im November 2025 reichte Ivanovic die Scheidung beim Amtsgericht München ein und beantragte Kindesunterhalt in Palma de Mallorca, wo sie mit den drei gemeinsamen Söhnen Luka, Leon und Teo lebt. Das Anwesen in Son Vida, auf rund 15 Millionen Euro geschätzt, will sie laut Medienberichten behalten.

Schweinsteiger lebt laut Kurir-Recherchen in einer gemieteten Meeresblick-Villa auf Mallorca für 50.000 Euro im Monat.


Brax-Deal geplatzt: Millionen weg, Plakate abgehängt

Die Trennung hatte direkte wirtschaftliche Folgen. Seit 2019 waren Schweinsteiger und Ivanovic gemeinsam Markenbotschafter des deutschen Modelabels Brax aus Herford. Der Vertrag war nach Angaben des Schweizer Mediums 20min.ch auf mehr als 1,3 Millionen Schweizer Franken jährlich ausgelegt und lief ursprünglich bis 2027.

Als die Trennungsberichte im Juni 2025 publik wurden, beendete Brax die Kooperation vorzeitig. Marc Freyberg, Geschäftsführer bei Brax, erklärte:

„Die Inszenierung als Paar stand für uns im Vordergrund, da wir Frauen und Männer gleichermaßen für Brax begeistern wollen. Der Einsatz unserer Markengesichter als Paar ist uns aufgrund der aktuellen Pressemeldungen nicht mehr möglich.“

Das bereits produzierte Kampagnenmaterial für die Herbst-Winter-Saison 2025 wurde nicht veröffentlicht. In deutschen Innenstädten mussten Werbeplakate des einstigen Sportlerpaares abgehängt werden.

CEO Stefan Brandmann bedauerte öffentlich: „Mit Bastian Schweinsteiger und Ana Ivanovic haben wir wichtige Schritte in Richtung Markenverjüngung gemacht. Wir wünschen der Familie die Kraft, die persönliche Situation zu meistern.“

Branchenexperte Markus Krampe bezeichnete solche Szenarien gegenüber Medien als „Totalschaden“, da Unternehmen Paare stets als Einheit buchen. Schweinsteigers Management teilte lediglich mit, zum Vertragsende keine Stellung nehmen zu können.


Schweinsteiger und Kapitanova im März 2026

Bastian Schweinsteiger ist seit April 2025 Präsident der Kings League Germany, einem Sieben-gegen-Sieben-Fußballformat des ehemaligen Barcelonaspielers Gerard Piqué. Die erste Saison lief über RTL+, endete im Mai 2025 und zog breites öffentliches Interesse auf sich. Staffel 2 startete im März 2026 auf DAZN, wie der Sender Ende Dezember 2025 offiziell bekanntgab.

Silva Kapitanova begleitet dieses öffentliche Leben aus dem Hintergrund. Kein Statement, kein Interview, keine Reaktion auf die Berichte über ihre Vergangenheit, die in mehreren Sprachen und Ländern erschienen sind.


Was über Silva Kapitanova gesichert ist, bleibt trotz der Medienwelle überschaubar: eine bulgarische Mutter auf Mallorca, die Deutsch spricht, eine turbulente erste Ehe hinter sich hat, und die das Ende einer der bekanntesten Sportlerehen Deutschlands ausgelöst hat. Gesagt hat sie dazu selbst kein einziges Wort.

Eric Kuster
Eric Kusterhttps://infozentral.de/
Eric Kuster schreibt seit 2015 über Politik, Promis, Sport und Gesellschaft. Er arbeitete für die Münchner Abendzeitung und mehrere Online-Portale, wo er Bundestagsdebatten, Promi-Skandale, Fußball-Transfers und Gerichtsverfahren abdeckte. Kuster berichtete aus dem Bundestag, interviewte Bundesliga-Spieler und recherchierte zu Steuerhinterziehungsfällen deutscher Prominenter. In Köln aufgewachsen, zog er 2019 nach Berlin, um näher am politischen Geschehen zu sein. Er verfolgt Entertainment-News genauso wie Migrations- und Technologiethemen. Im Februar 2026 gründete er Info Zentral, weil ihm Schnelligkeit ohne Oberflächlichkeit wichtig ist. Kuster hat Politikwissenschaft studiert, aber das meiste lernte er in Redaktionen.

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