Claudia Smiatek: Wer ist die Frau an Sigmar Solbachs Seite?

Wer den Namen Claudia Smiatek in eine Suchmaschine tippt, bekommt meistens dasselbe: Fotos von Premieren, ihr Name neben dem von Sigmar Solbach und die Beschriftung „Ehefrau“. Dabei hat diese Frau eine eigene Geschichte. Eine, die lange vor Sigmar beginnt, sich über Jahrzehnte entwickelt hat und heute weit über das hinausgeht, was die meisten über sie wissen.



In Coburg geboren, seit 1968 Münchnerin

Claudia Smiatek wurde in Coburg geboren, einer Stadt im oberfränkischen Bayern. Bereits 1968 zog sie nach München, wo sie seitdem lebt. Das sind über fünf Jahrzehnte in einer Stadt, die längst ihre eigene ist. Über ihre Kindheit und frühe Jugend hat Claudia nie öffentlich gesprochen. Sie ist keine Frau, die ihre Vergangenheit vor Kameras ausbreitet.


Die Maskenbildnerin, die zehn Jahre schwieg

1990 begegnete Claudia Smiatek zum ersten Mal Sigmar Solbach. Sie arbeitete damals als Maskenbildnerin im Theater, er stand vor der Kamera für Serien wie „Die Schwarzwaldklinik“ und „Das Erbe der Guldenburgs“. In einem späteren Interview mit der Neuen Post erinnerte sie sich:

„Vom ersten Moment hat es zwischen uns gefunkt. Aber wir beide waren noch in Beziehungen und haben das auch respektiert. Bei einer unserer ersten Begegnungen habe ich ihm anvertraut, dass er mein Traummann sei. Und er ist es heute noch.“

Beide gingen ihre Wege. Rund zehn Jahre vergingen, bevor es zum ersten Kuss kam. Im Juli 2002 heirateten sie in München. Für beide war es die zweite Ehe.

Sigmar sagte dazu später in einem Interview: „Zum Glück habe ich meine Frau nicht schon früher kennengelernt. Das wäre womöglich schief gegangen. Der Zeitpunkt war genau richtig.“


Buddhismus, ein Sturm und 20 Jahre Ehe

Was die beiden zusammenhält, geht tiefer als gemeinsame Premierenbesuche. Claudia Smiatek und Sigmar Solbach sind praktizierende Buddhisten. Ihr gemeinsam gelebter Leitsatz: „Wenn du etwas ändern kannst, ändere es. Wenn du es nicht ändern kannst, lass es los.“

Die härteste Probe ihrer Ehe beschrieben beide in einem Interview mit dem Liebenswert Magazin. Ein schweres Unwetter traf sie auf ihrem Segelboot in der Nähe der griechischen Küstenstadt Loutraki. Acht Stunden brauchten sie, um den Hafen zu erreichen. Claudia nüchtern: „Das war eine Herausforderung für das Segelboot und unsere Ehe.“ Sigmar: „Seitdem wissen wir: Kein Sturm kann unsere Liebe erschüttern.“


Tochter Sonja, eine Adoption mit 70 und Enkel am Bodensee

Claudia brachte aus ihrer früheren Beziehung eine Tochter mit in die Ehe: Sonja. Sonja ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit ihrer Familie am Bodensee. Sonjas Tochter trägt den Namen Lea.

Die Kinder nannten Sigmar von Anfang an „Opa“. Das genügte ihm nicht. Er wollte es auch offiziell sein. Mit rund 70 Jahren stellte er einen Adoptionsantrag und bekam ihn bewilligt. In der Illustrierten Bunte sagte er dazu:

„Ich habe die Tochter meiner Frau Claudia adoptiert. Die entzückenden Kinder sagen von klein auf Opa zu mir. Ich liebe es, Opa zu sein.“

Die Meldung wurde von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bundesweit verbreitet.


Seit 1999 Malerin, seit 2016 auf der Bühne

Was die wenigsten wissen: Claudia Smiatek malt seit 1999. Zunächst nur für sich, ohne Publikum, ohne Ausstellungen. Erst 2016 begann sie, ihr Werk öffentlich zu zeigen. Seitdem ist sie auf nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten, darunter 2020 beim Cronenberger Kunst-Samstag in Wuppertal, wo Sigmar aus dem bereits veröffentlichten Buch seiner Frau vorlas.

Ihr Markenzeichen: Zu jedem Bild schreibt sie einen eigenen lyrischen Text. Das Motto lautet „Wenn Bilder sprechen“. Über ihre Arbeit sagt sie selbst:

„Menschen sind eines meiner bevorzugten Motive. Dabei bediene ich mich verschiedenster Techniken. Von Aquarell bis Acryl, von Bleistift und Kohle über Polychromos und Prismacolor bis hin zu den verschiedensten Mischtechniken.“

In Sigmars Autobiografie „Mein Leben Ein Traum?“, die im Oktober 2024 erschien, ist Claudia präsent, und zwar mit eigenem Text. In der Hörbuchversion ist ein philosophischer Beitrag von ihr enthalten, betitelt: „Bereit sein… Erkenne, wer du wirklich bist.“


Delfinbotschafterin der GRD

Seit 2017 ist Sigmar Solbach Erster Vorsitzender der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) in München. Claudia trägt den offiziellen Titel Delfinbotschafterin der GRD. Was dahintersteckt, ist mehr als ein Ehrentitel:

  • 2020: Handgemachte Postkarten mit Meeresmotiven für den GRD-Stand auf der boot Düsseldorf
  • 2022: Dreistündiger Malkurs für Kinder in der GRD-Zentrale München, anschließend Müllsammelaktion an der Isar und das Vorlesen eines selbst geschriebenen Märchens über Delfine
  • 2023: Entwurf von Umschlagtaschen mit Delfinmotiven für den GRD-Messeauftritt
  • 2025: Maritime Gemälde direkt auf der boot Düsseldorf verkauft, Erlöse gehen an den Delfinschutz

Wer Claudia Smiatek wirklich ist

Claudia Smiatek ist seit Juli 2002 mit Sigmar Solbach verheiratet, und heute lebt sie mit ihm in München. Aber sie ist nicht deshalb eine interessante Person. Sie ist Malerin mit eigener Ausstellungsgeschichte, Autorin eines veröffentlichten Kunstbuchs, Delfinbotschafterin mit echter Arbeit dahinter und eine Frau, die 1990 jemandem sagte, er sei ihr Traummann, und dann zehn Jahre wartete, bis der Moment stimmte.

Ihren eigenen Satz fasst das vielleicht besser zusammen als alles andere: „Bereit sein… Erkenne, wer du wirklich bist.“


Quellen: Bunte, Neue Post, Liebenswert Magazin, dpa, delphinschutz.org, t-online.de, Cronenberger Woche, IMDb, Getty Images, Amazon.de

Eric Kuster
Eric Kusterhttps://infozentral.de/
Eric Kuster schreibt seit 2015 über Politik, Promis, Sport und Gesellschaft. Er arbeitete für die Münchner Abendzeitung und mehrere Online-Portale, wo er Bundestagsdebatten, Promi-Skandale, Fußball-Transfers und Gerichtsverfahren abdeckte. Kuster berichtete aus dem Bundestag, interviewte Bundesliga-Spieler und recherchierte zu Steuerhinterziehungsfällen deutscher Prominenter. In Köln aufgewachsen, zog er 2019 nach Berlin, um näher am politischen Geschehen zu sein. Er verfolgt Entertainment-News genauso wie Migrations- und Technologiethemen. Im Februar 2026 gründete er Info Zentral, weil ihm Schnelligkeit ohne Oberflächlichkeit wichtig ist. Kuster hat Politikwissenschaft studiert, aber das meiste lernte er in Redaktionen.

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