Robert Flörke: Wer ist der Ehemann von Saskia Vester?

Am 24. Januar 2025 betrat Robert Flörke gemeinsam mit Saskia Vester das Prinzregententheater in München zur Verleihung des 46. Bayerischen Filmpreises. Fotografen hielten den Moment fest. Und wie fast immer stand sein Name nur in der Bildunterschrift, direkt nach dem ihrer Frau. Dabei reicht seine eigene Geschichte in der deutschen Film- und Fernsehwelt bis ins Jahr 1977 zurück, elf dokumentierte Schauspielrollen, ein Wechsel ins Produktionsfach, sieben Jahre als Vollzeitvater auf eigenen Wunsch. Der Münchner sucht keine Schlagzeilen, und das macht es schwieriger, ein vollständiges Bild von ihm zu zeichnen.



Wer ist Robert Flörke?

Robert Flörke wurde um 1957 geboren und lebt in München. Er ist seit Mitte der 1980er-Jahre mit der deutschen Schauspielerin Saskia Vester zusammen, also seit inzwischen rund vier Jahrzehnten. Beruflich war er zunächst als Schauspieler aktiv und arbeitete später als Fernsehproduzent.

In der Branche und im Freundeskreis ist er unter mehreren Namensversionen bekannt: Robbie, Robbi, Robby und vereinzelt Rocchi. Auf frühen Produktionsnachweisen erscheint er außerdem als „Roby Flörke“. All diese Varianten beziehen sich auf dieselbe Person.


Elf Rollen, 23 Jahre Schauspielkarriere

Robert Flörkes Arbeit als Schauspieler begann 1977 mit einem Auftritt in der ZDF-Krimiserie Der Alte, einer der langlebigsten deutschen Krimiserien überhaupt. Was danach folgte, ist bislang kaum irgendwo vollständig dokumentiert worden:

  • 1977: Der Alte (ZDF-Krimiserie, 1. Auftritt)
  • 1983: Die Spielverderber (Kurzfilm)
  • 1984: Der Rekord, als Krankenpfleger (kreditiert als „Roby Flörke“)
  • 1984: Der Alte (2. Auftritt in der Serie)
  • 1985: Verkehrsgericht, als Jürgen Oswald
  • 1988: Der Schwammerlkönig, als Otto (kreditiert als „Robby Flörke“)
  • 1989: Laura und Luis, als Erster Reporter
  • 1993 bis 1999: Marienhof (ARD), als Polizist Voss und Assistent, 10 Folgen
  • 1997: Der Fahnder (Gastrolle)
  • 1998: Anwalt Abel (ZDF, Gastrolle)
  • 1998 bis 2000: Aktenzeichen XY… ungelöst! (ZDF, mehrere Folgen)

Die wechselnden Namensschreibweisen in frühen Credits, von Roby über Robby bis Robert, erklären, warum seine Laufbahn in Suchmaschinen bisher so fragmentiert wirkt. Es ist trotzdem eine kontinuierliche Arbeit über mehr als zwei Jahrzehnte.


Marienhof: Die am wenigsten bekannte Seite seiner Laufbahn

Die längste wiederkehrende Rolle in Flörkes Schauspielbiografie kommt aus einer Richtung, die kaum jemand damit verbindet. Von 1993 bis 1999 spielte er in der ARD-Vorabendserie Marienhof mit, in insgesamt zehn Folgen als Polizist Voss und in weiteren Funktionen.

Marienhof lief von 1992 bis 2011 und gehörte zu den festen Ankerpunkten des deutschen Vorabendprogramms. Zehn Folgen über sechs Jahre sind kein Gastauftritt im üblichen Sinne, sondern eine dauerhafte Verbindung zu einer laufenden Serienproduktion. Dennoch hat diese Rolle in der bisherigen Berichterstattung über Flörke so gut wie keinen Platz gefunden.


Anwalt Abel 1998: Ehemann und Ehefrau in derselben ZDF-Produktion

Im Jahr 1998 stieß Robert Flörke zu der ZDF-Serie Anwalt Abel und übernahm eine Gastrolle in einer Folge. Was diesen Auftritt von anderen unterscheidet: Saskia Vester gehörte von 1998 bis 2001 zum festen Ensemble dieser Serie.

Das bedeutet, dass beide 1998 gleichzeitig in derselben Produktion vor der Kamera standen, er als Gast, sie als Stammbesetzung. In der umfangreichen Berichterstattung über das Paar ist das bisher kaum aufgetaucht.


Fernsehproduzent bei der ndf: Der Wechsel hinter die Kamera

Nach dem Ende seiner aktiven Schauspieltätigkeit um das Jahr 2000 wechselte Flörke auf die Produktionsseite. Er arbeitet als Fernsehproduzent und ist eng mit der ndf (neue deutsche Filmgesellschaft) verbunden, einem der größten unabhängigen Produktionshäuser Deutschlands mit Sitz in Unterföhring bei München.

Den Weg dorthin ebnete vermutlich seine Arbeit an Aktenzeichen XY… ungelöst!, das über die ndf-Tochtergesellschaft Securitel produziert wird. Pressefotografien belegen seine Anwesenheit bei ndf-Branchenevents in München in den Jahren 2002, 2004 und 2007. Spezifische Produzentenkredits für einzelne Sendungen sind öffentlich nicht verzeichnet, sein Bezug zu dem Produktionshaus ist über mehrere Jahre dokumentiert.


Sieben Jahre Vollzeit-Vater: Was Saskia Vester selbst dazu sagt

Dieser Abschnitt seiner Biografie ist am besten belegt und gleichzeitig am wenigsten bekannt. Im Interview mit dem Magazin Bunte (2021) beschrieb Saskia Vester, wie das Paar Karriere und Kindererziehung aufgeteilt hat:

„Er hat sich entschieden, den Hausmann zu machen! Sieben Jahre hat er sich um unsere beiden Kinder gekümmert, bis sie aus dem Gröbsten raus waren.“

Und weiter:

„Wenn man den richtigen Partner hat, dann kann man auch Karriere machen und Kinder haben. Sonst geht das nicht. Einer muss zu Hause das Schiff steuern. Ich war dafür zu viel unterwegs.“

Flörke legte seine Karriere als Fernsehproduzent zurück und übernahm die Hauptverantwortung für die Kinder. Dass er in dieser Zeit trotzdem noch gelegentlich Schauspielrollen annahm, wie die sporadischen Marienhof-Auftritte mit rund ein bis zwei Drehtagen im Jahr zeigen, macht das Bild vollständiger: Er war primär für die Familie da und dennoch nie ganz weg vom Set.


Familie: Zwei Kinder, ein Enkel in Kopenhagen

Robert Flörke und Saskia Vester haben zwei Kinder:

  • Josefine Flörke, Tochter, lebt in Deutschland
  • Bruno Flörke, Sohn, lebt mit seiner Frau und einer kleinen Tochter in Kopenhagen

Durch Bruno ist Robert Flörke Großvater. Saskia Vester sagte gegenüber der Berliner Morgenpost, dass der Kontakt mit dem Sohn in Kopenhagen trotz der Distanz täglich per Videocall gehalten wird. Flörke ist außerdem der Schwager von Madeleine Vester, der Schwester von Saskia Vester und selbst Schauspielerin.


Fast fünfzig Jahre nach seinem ersten Auftritt in einer deutschen Fernsehproduktion gehört Robert Flörke noch immer zur Münchner Filmszene, auch wenn er wenig daran liegt, das nach außen zu tragen. Seine Filmografie reicht von der ZDF-Krimiserie der 1970er-Jahre bis zu einer der bekanntesten ARD-Vorabendserien der 1990er-Jahre. Wer sich die Zeit nimmt, seinen Lebenslauf ernsthaft zu recherchieren, findet eine Karriere, die weit mehr hergegeben hat als der Name in einer Bildunterschrift vermuten lässt.

Eric Kuster
Eric Kusterhttps://infozentral.de/
Eric Kuster schreibt seit 2015 über Politik, Promis, Sport und Gesellschaft. Er arbeitete für die Münchner Abendzeitung und mehrere Online-Portale, wo er Bundestagsdebatten, Promi-Skandale, Fußball-Transfers und Gerichtsverfahren abdeckte. Kuster berichtete aus dem Bundestag, interviewte Bundesliga-Spieler und recherchierte zu Steuerhinterziehungsfällen deutscher Prominenter. In Köln aufgewachsen, zog er 2019 nach Berlin, um näher am politischen Geschehen zu sein. Er verfolgt Entertainment-News genauso wie Migrations- und Technologiethemen. Im Februar 2026 gründete er Info Zentral, weil ihm Schnelligkeit ohne Oberflächlichkeit wichtig ist. Kuster hat Politikwissenschaft studiert, aber das meiste lernte er in Redaktionen.

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