Franziska Preuß Hochzeit: Was wirklich stimmt (2026)

Am Samstag bestritt Franziska Preuß ihr letztes Rennen. In Antholz-Anterselva endete nach 13 Jahren eine der bewegtesten Karrieren im deutschen Wintersport. Und mit dem Karriereende stellt sich für viele Fans wieder eine Frage, die seit Jahren kursiert: Haben Franziska Preuß und ihr Partner Simon Schempp geheiratet?

Die kurze, klare Antwort: Kein seriöses deutsches Medium hat je eine Hochzeit bestätigt. Weder Sportschau, noch Eurosport, noch T-Online, noch dpa haben je eine Eheschließung gemeldet. Alle großen Redaktionen bezeichnen Schempp durchgehend als „Freund“, „Partner“ oder „Lebensgefährte“. Was im Netz als „Hochzeit 2024“ kursiert, stammt ausschließlich aus AI-generierten Blogs mit erfundenen Details, fingierten Magazin-Covern und leeren Klammern wie „[Datum einfügen]“.

Was es aber wirklich gibt, ist eine Beziehung, die fast zehn Jahre hält und einiges zu erzählen hat.



Seit Winter 2015/16: Wie das Paar zusammenkam

Franziska Preuß und Simon Schempp lernten sich im deutschen Biathlon-Nationalkader kennen. Beide starteten jahrelang im Weltcup, verbrachten die Saisons auf denselben Strecken, reisten zu denselben Wettkämpfen. Irgendwann wurde aus sportlicher Kollegialität mehr.

Seit dem Winter 2015/16 sind die beiden ein Paar, lange bevor das öffentlich bekannt wurde. Seit 2022 leben sie zusammen in einem Holzhaus in Ruhpolding, dem bayerischen Biathlon-Zentrum, das für Preuß ohnehin seit Jahren Heimat ist.

Merkur.de schrieb 2025 über die beiden: „das deutsche Biathlon-Traumpaar seit zehn Jahren.“


Wer ist Simon Schempp?

Simon Schempp, geboren am 14. November 1988 in Mutlangen, wuchs mit dem Sport auf. Sein Vater Reiner gehörte selbst dem Biathlon-Landeskader an. Schempp entwickelte sich zu einem der besten deutschen Biathleten seiner Generation: 12 Weltcupsiege, viermal Weltmeister, dazu zweimal Olympia-Silber mit der Staffel in Sotschi 2014 und Pyeongchang 2018.

Im Januar 2021 beendete er seine Karriere im Alter von 32 Jahren, nachdem ihn ein Radsturz 2018 dauerhaft geschwächt hatte. Danach studierte er Wirtschaftsingenieurwesen in Rosenheim und absolvierte ein duales Studium beim Deutschen Ski-Verband. Seit April 2025 arbeitet er dort im Finanzmanagement.

Preuß damals über das Karriereende ihres Partners gegenüber dem Münchner Merkur:

„Ich musste Simon nicht trösten. Ich glaube, er hat das genau zur richtigen Zeit gemacht.“


Wettkampfzeit bedeutet: Leben wie im Kloster

Wer die Beziehung der beiden verstehen will, muss wissen, wie sie während der Saison tatsächlich zusammenleben. Im BR24Sport-Podcast „Pizza und Pommes“ mit Felix Neureuther und Philipp Nagel beschrieb Preuß das offen:

„Der Simon lebt im Winter in der normalen Welt in Anführungsstrichen. Der mag auch in Ruhpolding mal in den Championspark gehen, ist ja völlig okay. Aber dann ist eben die Konsequenz, dass man erstmal getrennt schläft. Wir haben zum Glück Gästezimmer, dann separieren wir uns erstmal.“

Schempp selbst brachte es auf den Punkt: „Wir leben manchmal wie in einem Kloster. Wir haben dann separate Schlafzimmer, separates Bad. Da sind wir eigentlich extrem professionell.“

Hinter dieser Regelung steckt kein Beziehungsproblem, sondern schlichte Profisport-Logik. Für Preuß galt: Ein Infekt in der falschen Saison kostet Wochen. Schempp, der das selbst kennt, trug diese Einschränkungen ohne Diskussion mit.


Viele Jahre Rückschläge: Warum Schempp so wichtig war

Die Karriere von Franziska Preuß war nie ein geradliniger Weg nach oben. Ihre Geschichte ist geprägt von einem chronisch schwachen Immunsystem, das sie immer wieder aus dem Tritt brachte.

Die wichtigsten Einschnitte:

  • Sotschi 2014: Mit 19 Jahren stürzte sie als Startläuferin in der Staffel. Preuß später: „Das war die härteste Zeit als Sportlerin.“
  • Saison 2015/16: Sturz in Östersund, Haarriss im Steißbein, lange Pause.
  • WM 2017 Hochfilzen: Wegen Krankheit komplett verpasst.
  • Saison 2022/23: Absturz auf Gesamtrang 42, erste ernsthafte Rücktrittsgedanken.
  • Frühjahr 2024: Zweite Nasennebenhöhlen-Operation. Der chronische Entzündungsherd, der sie jahrelang anfällig gemacht hatte, wurde entfernt. Preuß gegenüber der Abendzeitung: „Es war nicht gerade die angenehmste Operation, aber ich bin froh, dass ich mich dazu entschieden habe. Im Training merke ich schon, dass ich belastbarer bin.“

Durch all das stand Schempp an ihrer Seite. Nicht nur als Partner, sondern als jemand, der die Mechanismen des Leistungssports aus eigener Erfahrung kennt.

Preuß in der BR-Sendung „Blickpunkt Sport“:

„Ich bin absolut froh, dass ich den Simon hab. Der stärkt mir den Rücken und kennt mich als Sportler so wie kein anderer. Wenn ich da Fragen hab, übers Training oder manche Herangehensweisen, kann ich mich immer auf ihn verlassen.“


Oslo, März 2025: Der Moment, der alles sagte

In der Saison 2024/25 lief endlich alles. Die Operation hatte gewirkt, Preuß blieb erstmals komplett infektfrei und gewann bei der WM 2025 in Lenzerheide Gold in der Verfolgung. Beim Finale in Oslo holte sie sich in einem dramatischen Zweikampf mit der Französin Lou Jeanmonnot den Gesamtweltcup, mit einem Vorsprung von 20 Punkten nach dem letzten Rennen.

Bei niemandem sonst ließ sie in diesem Moment ihre Gefühle raus. Bei Schempp schon. Eurosport zitierte sie danach:

„Simon hat alle Täler mit mir durchschritten und gewusst, wie ich gelitten habe. Er wusste auch, was das für ein großer Traum für mich war. Bei anderen habe ich meine Emotionen im Griff gehabt. Aber bei Simon: no chance.“


Antholz, 22. Februar 2026: Der letzte Start

Beim olympischen Massenstart in Antholz beendete Preuß ihre Karriere mit Platz 28. Die erhoffte olympische Einzelmedaille blieb ihr verwehrt, obwohl sie in drei Einzel-Rennen nah dran war. Dazu kamen in den Wochen zuvor Hassbotschaften in den sozialen Medien nach jedem verpassten Podest.

Preuß nach dem Rennen gegenüber Eurosport und Sportschau:

„Die letzten Tage waren hart. Ich habe niemanden getötet, das ist nur Sport. Das war Psychoterror. Ich wäre lieber ein guter Mensch. Das zählt viel mehr.“

Dann drehte sie gemeinsam mit der ebenfalls zurückgetretenen Dorothea Wierer eine Ehrenrunde durch das Antholzer Stadion. Ihre Familie stand am Ziel. DSV-Sportdirektor Felix Bitterling sagte: „Franzi war in den letzten Jahren die Leaderin dieser Mannschaft. Nicht durch große Worte, sondern durch Leistung.“

Was nach dem Sport kommt, ließ Preuß im ZDF-Interview offen: „Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht, was jetzt kommt. Ich freue mich einfach darauf, jetzt mal was komplett anderes zu erleben.“ Bitterling ergänzte, ihre Pläne gingen eher Richtung Ausbildung: „Sie will sich nicht auf ihren großen Namen verlassen, um einen Job zu bekommen.“


Was jetzt beginnt

Franziska Preuß und Simon Schempp führen seit fast zehn Jahren eine Beziehung, die ohne große Inszenierung ausgekommen ist. Eine Hochzeit? Offiziell nie bestätigt, nie angekündigt. Was beide teilen, haben sie nie für Schlagzeilen gebraucht.

Auf ihren Abschiedsbeitrag auf Instagram schrieb Schempp einen einzigen Satz:

„Es war, es ist und es wird gut.“

Zum ersten Mal seit Jahren beginnt für das Paar in Ruhpolding jetzt ein Winter ohne getrennte Zimmer, ohne Schutzmaßnahmen vor dem Familientreffen und ohne Startlisten. Was als nächstes kommt, werden die beiden zu gegebener Zeit selbst entscheiden.


Quellen: Eurosport, T-Online, Sportschau (ARD), olympics.com, teamdeutschland.de, ran.de, Sport1, Münchner Merkur, news.de, dpa. Stand: 23. Februar 2026.

Eric Kuster
Eric Kusterhttps://infozentral.de/
Eric Kuster schreibt seit 2015 über Politik, Promis, Sport und Gesellschaft. Er arbeitete für die Münchner Abendzeitung und mehrere Online-Portale, wo er Bundestagsdebatten, Promi-Skandale, Fußball-Transfers und Gerichtsverfahren abdeckte. Kuster berichtete aus dem Bundestag, interviewte Bundesliga-Spieler und recherchierte zu Steuerhinterziehungsfällen deutscher Prominenter. In Köln aufgewachsen, zog er 2019 nach Berlin, um näher am politischen Geschehen zu sein. Er verfolgt Entertainment-News genauso wie Migrations- und Technologiethemen. Im Februar 2026 gründete er Info Zentral, weil ihm Schnelligkeit ohne Oberflächlichkeit wichtig ist. Kuster hat Politikwissenschaft studiert, aber das meiste lernte er in Redaktionen.

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